Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen auf der Website des Innovativen Lehrprojekts "Mediävistik trifft Job & Karriere", welches anlässlich des 700. Todestages des Mainzer Dichters Frauenlob (alias Heinrich von Meißen) initiiert wurde. Einerseits gibt diese Website einen Überblick über das Projekt, dessen Ziele und Rahmenbedingungen, andererseits informiert sie in einem Blog über Aktuelles sowie den Fortschritt des Lehrprojekts und der Ausstellung mit dem Titel "Zwischen Herz und Verstand. Einblicke in die Sprachwelten Frauenlobs".

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Plenumstreffen: Das Projekt schreitet voran!

von Sabine Burckhardt

Man mag es kaum für möglich halten, was im letzten Monat von den Projektteams geleistet und geschafft wurde! Der anfangs noch leere Raum ist nun prall gefüllt mit den Vorstellungen und Ideen der Museumspädagogik. Die Produktion unserer Sprachbilder ist ebenfalls eingeleitet. Nach einem gemeinsamen Austausch zu den Konzepten der einzelnen Sprachbilder können wir jetzt richtig loslegen. Von Skulpturen über Grafiken, Lichtinstallationen und brodelnde Kessel wird alles dabei sein!

Auch im Bereich Marketing und Grafikdesign haben wir riesige Fortschritte gemacht. Es wurden sich noch einmal viele Gedanken zu unserer "Marke Frauenlob" und der Zielgruppe gemacht. Im Zuge dessen gestalteten wir das Farbschema etwas frischer und das Logo bekam noch einen Schliff. Auch der Titel erhielt eine Auffrischung und lautet nun treffend "Zwischen Herz und Verstand. Einblicke in die Sprachwelten Frauenlobs". Auf dieser Grundlage hat das Grafik-Team Plakat- und Postkartenentwürfe erstellt, die im Plenum mit großer Begeisterung aufgenommen wurden. Nach dem Treffen wird die Erstellung der finalen Version sofort in Angriff genommen. Das AV-Team stellte ebenfalls seine tollen Ideen vor. Werbung sowie Ausstellung sollen mit spannenden Teasern und lustigen Clips bereichern werden!

Einen riesen Dank möchten wir an dieser Stelle noch einmal an unsere Experten aussprechen, die uns jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen, uns mit konstruktiver Kritik bereichern, immer viel Motivation und Zeit investieren und uns bei allem tatkräftig unterstützen!

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Zielgruppenorientiert – Was heißt das eigentlich?

von Christian Ablaßmeier und Sabine Burckhardt

Für eine Marke ist es äußerst wichtig, dass sie ihre Zielgruppe genau kennt und sich an dieser orientiert. Eine vage Formulierung wie "männlich, über 60 Jahre alt und hohes Einkommen" kann sich sowohl auf Prinz Charles als auch auf Ozzy Osbourne beziehen. Diese beiden werden wohl sehr unterschiedliche Interessen besitzen. Um eine solche vage Definition der Zielgruppe zu vermeiden, wird im Marketing beispielsweise auf Personae zurückgegriffen. Diese helfen bei der Beantwortung der Frage, wer unsere Ausstellung besuchen wird, und konkretisieren die Zielgruppe. Personae sind fiktive Charaktere, die sich - in unserem Fall - wahrscheinlich für unsere Frauenlob-Ausstellung interessieren würden. Diese Personen gilt es anschließend mit unserer Werbung zu erreichen.
Die von uns entwickelten Personae sind beispielsweise Hannah, eine 20jährige Studentin am Anfang ihres Studiums, die auf Social Media unterwegs ist und Postkarten für ihren WG-Kühlschrank sammelt. Sie erreichen wir mit der Werbung auf Facebook, Instagram und Co. und auch mit unseren Postkarten. Dann gibt es Herrn Schneider, einen älteren Geschichts- und Deutschlehrer, der gerne wenig Aufwand bei seiner Unterrichtsgestaltung hat. Er freut sich daher, wenn er von uns das Angebot eines Unterrichtsentwurfes für unsere Ausstellung bekommt. Als drittes Beispiel haben wir Kevin, einen Schüler der 10. Klasse eines Gymnasiums. Wenn er sich mit seinen wenigen, aber guten Freunden trifft, hört er gerne Metall. Hier hat er schon öfter die mittelhochdeutsche Sprache gehört und möchte daher gerne mehr erfahren.

Mithilfe dieser Personae gelingt es, die Werbung und auch die Konzeption der Ausstellung auf mögliche Besucher anzupassen. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass der Stil unserer Postkarten Hannah so gut gefällt, dass sie ein Exemplar mitnehmen wird. Gleichzeitig sind unsere Plakate aber nicht zu flippig, dass ein Herr Schneider abgeschreckt wird.

Wir begrüßen also Hannah, Herrn Schneider und Kevin sehr gerne in unserer Ausstellung und freuen uns auch auf weitere Besucher! 😉

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Ein Logo entsteht…

von Sabine Burckhardt

Bis zum fertigen Logo waren einige Schritte notwendig. Wir entwickelten die grobe Idee eines Auges, in welchem Herz und Gehirn anstelle einer Pupille zu sehen sind. Schnell merkten wir jedoch, dass diese Konstruktion zu kompliziert für ein Logo ist, welches simpel, gut zu merken und leicht zu reproduzieren sein soll und so entschieden wir uns zuerst dafür, das Auge wegzulassen. Dies gefiel uns schon sehr gut, doch es gelang, den Stil des Herzens und des Gehirns noch weiter zu vereinfachen. Anschließend gaben wir dem Logo den letzten Schliff, indem wir Herz und Hirn in unseren Farben gestalteten. Wir sind überzeugt, damit das passende Logo für unsere Ausstellung gefunden zu haben!

 

Workshop: Grafikdesign

von Anne Gamboa und Sabine Burckhardt

Ein Logo entwerfen, Plakate und Flyer gestalten und Grundkenntnisse in Photoshop, Illustrator und InDesign besitzen - über diese Kompetenzen verfügen wir tatsächlich nach nur zwei Tagen Workshop! Peggy Zogbaum, unsere Expertin für Grafikdesign, hat diese Herkulesaufgabe definitiv supergut gemeistert! Am ersten Tag wurden die technischen, gestalterischen und rechtlichen Grundlagen gelegt und wir bekamen eine theoretische Einführung in die drei Programme. Am zweiten Tag unseres Workshops konnten wir mit der Praxis loslegen und arbeiteten uns Schritt für Schritt in die Programme ein. Gemeinsam legten wir ein Farbschema für unsere Ausstellung und die Werbung fest und tüftelten an unserem Logo. Auch wurde schon an den Plakaten gebastelt. Bis zu den fertigen Produkten wird zwar noch eine Menge an Arbeit investiert werden müssen, doch wird uns dies mit den erworbenen Kompetenzen sicher gelingen!

Besuch im Dom- und Diözesanmuseum

von Anne Gamboa und Sabine Burckhardt

Am 13.07. durften wir einen Blick hinter die Kulissen des bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums Mainz werfen. Birgit Kita, unsere Expertin für Museumspädagogik, gab uns interessante Einblicke in die Ausstellungen des Museums und deren Planung sowie Didaktik. Auch durften wir in eines der Lager des Museums schauen und erfuhren, unter welchen Bedingungen die Exponate aufbewahrt werden. Natürlich besuchten wir auch den Grabstein Frauenlobs im Kreuzgang. Im Anschluss nutzten wir die gewonnenen Eindrücke und Inspirationen und setzten uns an unsere eigene Planung der Museumspädagogik.

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Workshop: Audiovisuelle Produktion

von Julia Kiefer und Sabine Burckhardt

Wer schon immer mal eine professionelle Kamera und Tongeräte ausprobieren wollte, war im Workshop der audiovisuellen Produktion am 10.07. genau richtig. Nach einem kurzen theoretischen Teil und einer Einführung in die Geräte konnten erste Versuche mit Kamera und Tongeräten unternommen werden. Außerdem wurden fleißig Ideen gesammelt, wie die Sprachbilder und auch Werbung für die Ausstellung mit den audiovisuellen Techniken umgesetzt werden können.

Zweite Begehung der Schule des Sehens

von Sabine Burckhardt

Nun ist es so weit: Die Seminarzeit ist vorbei, die Kreativphase beginnt. Diese startete heute mit der zweiten Begehung der Schule des Sehens und einem anschließenden Zusammentreffen. Ziel war hierbei vor allem, sich mit den Studierenden des jeweils anderen Seminars auszutauschen und gemeinsam die Anfänge eines Konzepts zu überlegen. Wir fanden erste Antworten auf die Fragen: Welche Vision haben wir, wenn wir uns die Ausstellung vorstellen? Was sind die idealen Eigenschaften unserer Ausstellung? Wie sehen wir Frauenlob und wie wollen wir ihn darstellen?

Wer ist „unser“ Frauenlob?

von Sabine Burckhardt

Auf unserer Reise durch die Sprachbilder Frauenlobs haben wir den Dichter in unterschiedlichen Facetten kennengelernt. Dabei haben wir eines recht schnell bemerkt: Es ist gar nicht so einfach, ihn als Sangspruchdichter bzw. als Minnesänger zu charakterisieren. In den jeweils letzten Stunden unserer Seminare versuchten wir uns jedoch daran und kamen zu sehr ähnlichen Ergebnissen: Er ist provozierend, polarisierend, mitreißend, kreativ wie es sich für einen Meister des geblümten Stils gehört und ein talentierter Bildkomponist. Im Sangspruch tritt zudem seine selbstbewusste, selbstrühmende Eigenschaft hervor, während er im Minnesang auch von verzweifelter, dissoziierender Persönlichkeit ist und deutlich macht, wie untrennbar Freude und Leid für ihn verbunden sind.

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Expertengespräch II – Stimmen aus den Seminaren

Ein_Blick in die Praxis: Berufsfeldorientierung im Kontext des Frauenlob-Projekts

von Davina Beck

Nachdem sich Mitte Mai die das Frauenlob-Projekt unterstützenden Expertinnen und Experten den Kursen vorgestellt hatten, kam es am 05. und 06. Juni erneut zu einem Expertengespräch, das dieses Mal unter dem Motto "Berufsfeldorientierung" stand.
Gerade für angehende GermanistInnen stellt sich oft die Frage, in welchem Bereich sie später einmal arbeiten möchten, denn dank der Fähigkeiten, die man sich in diesem Studium erwirbt, erscheinen die Möglichkeiten im breiten Spektrum des Arbeitsmarktes nahezu endlos.
Einen guten Einblick in die Berufswelt ermöglichten an diesen Tagen die Expertin für Museumspädagogik, Birgit Kita vom Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz, sowie Silke Mohr, Expertin aus dem Bereich Marketing und Kommunikation von der Universitätsbibliothek Mainz.
Frau Kita und Frau Mohr stellten in kurzweiligen Vorträgen ihren jeweiligen Arbeitsalltag vor und gaben dabei die ein oder andere spannende Anekdote preis. Dass etwa die Kosten für den Leihtransport eines Ausstellungsstücks gut und gerne im fünfstelligen Eurobereich angesetzt sein können oder bei der Erarbeitung von Kommunikationsstrategien durchaus noch Karteikarten zum Einsatz kommen, versetzte viele in Staunen.

Auf diese Weise lernten die Studierenden die unterschiedlichen Berufsfelder innerhalb eines Museums kennen, erfuhren, wie viel Zeit und Mühe Marketing und Kommunikation in Anspruch nimmt und wie vielfältig die Arbeit innerhalb der beiden Bereiche sein kann. Und im Hinblick auf das Frauenlob-Projekt wurde eines ganz besonders deutlich: Arbeiten funktioniert am besten im Team!
Im Anschluss an die Vorträge ergaben sich noch kleinere Ideenvorschläge, die sicherlich in die Überlegungen zum Projekt einfließen werden.
Grafikdesign und audiovisuelle Produktion, Berufsfelder, die für GermanistInnen meist nur mit Zusatzausbildung zugänglich sind, waren an den Terminen nicht vertreten. Den Studierenden wird aber die Möglichkeit geboten, diese Bereiche in Workshops sowohl theoretisch als auch praktisch kennenzulernen.

 

Was macht eigentlich eine Museumspädagogin und wie arbeitet die Marketingabteilung der Bibliothek?

von Antje Schilling

Neben der intensiven Arbeit mit und an Frauenlobs Texten steht noch ein weiteres Ziel im Mittelpunkt des Projektes: Mediävistik trifft Job und Karriere! Die Studierenden sollen Anregungen bekommen, welchen Berufen sie später einmal nachgehen könnten und was mit einem Germanistikstudium alles möglich ist. Zu diesem Zweck fand am 5. und 6. Juni ein zweites Expertengespräch statt. Frau Kita und Frau Mohr sprachen diesmal über ihre tägliche Arbeit und ihre berufliche Laufbahn.

Zunächst bekamen die Studierenden ein Bild davon, wie viele Berufe sich hinter der Organisation eines Museums verbergen und welche Qualifikationen und Arbeitsfelder hier auf sie warten. Ob Direktor, Kurator, Museumspädagogik, Sicherheit, Restauration oder Inventarisierung: Es braucht immer das Zusammenspiel von vielen Fachabteilungen, um eine solche Organisation am Laufen zu halten. Besonders in Hinblick auf die bevorstehende Ausstellung war es beeindruckend, einmal hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Wer hätte gedacht, dass Ausleihvorgänge gelegentlich sogar ganze 3 Jahre Planung im Voraus fordern?

Vielfältige Aufgabenbereiche wurden auch in der Universitätsbibliothek entdeckt. Ob kleine Veranstaltungen, Plakatgestaltung oder Webdesign – die erste Anlaufstelle ist zunächst einmal die Abteilung für Marketing und Kommunikation. Frau Mohr skizzierte den Weg von einer Idee zur endgültigen Umsetzung und machte deutlich, wie viel Kreativität, Management und Planung auch in diesem Berufsfeld erforderlich sind. Die Koordination und Kommunikation mit anderen Firmen und Arbeitsbereichen ist dabei unablässig.

Beide vorgestellten Berufsgruppen zeigten, dass das universitäre Wissen eine sehr wichtige Grundlage ist. Die Vertreterinnen, die über ihre Arbeit sprachen, verrieten aber auch, dass sie mit einer Menge Kreativität und Enthusiasmus durch den Alltag getragen werden. Museumspädagogik  – das ist mehr, als nur Kinderbetreuung und „Bilder an die Wand hängen“; und hinter Marketing steckt nicht nur lustiges „Flyer basteln“. Beide Bereiche fordern sehr viel Kompetenz, Elan und Zeit. Sie bieten aber auch Spielräume, um sich auszuleben. Und wie bei jedem Beruf gilt: Wer seine Arbeit liebt, der hat den Hauptpreis ergattert!
Gewonnen haben diese Woche aber auch die Studierenden. Sie erlangten neues Wissen, lernten berufliche Alternativen kennen und erhielten ganz nebenbei noch weitere Anregung für das Frauenlob-Projekt. Der/die ein/e oder andere Mediävistik-Studierende wird nun außer einer Uniprofessur und der klassischen Forschung noch mehr Berufe auf die Wunschliste setzen können.

Die Qual der Wahl

von Antje Schilling

Am 15. und 16. Mai 2018 stellten sich die Experten vor, die zukünftig das Frauenlob-Projekt unterstützen und betreuen werden.  Experten, d.h. Fachpersonal aus den Bereichen Grafikdesign, Museumspädagogik, Audio-Visuelle Produktion und Marketing & Kommunikation gaben Einblick in die Möglichkeiten und Arbeitsbereiche, die ihre jeweiligen Disziplinen umfassen. Die Studierenden werden sich in den kommenden Wochen für ein Expertenteam entscheiden, mit den Profis zusammen arbeiten und so die Organisation rund um das Frauenlob-Projekt vorantreiben. Die Vorstellungsrunde der Experten war dafür ein fruchtbarer Einstieg, schließlich bot er den Studierenden die Chance, sich von den Arbeitsschwerpunkten der einzelnen Bereiche ein Bild zu verschaffen. Die Begeisterung für die eigene Arbeit und die vielen Dimensionen, die sich hinter den jeweiligen Berufen verbergen, steckten schnell an. Feuer und Flamme bildeten die Studierenden bereits kleine Gruppen und begannen mit dem Brainstorming für die geplante Ausstellung. Dabei kam aber schnell ein großes Problem auf: Alle Experten waren so überzeugend, dass die Wahl für einen Schwerpunkt wohl noch so manches Kopfzerbrechen verursachen wird. Schnell entstand die Frage, ob man - unabhängig vom gewählten Arbeitsbereich - auch bei den Workshops anderer Experten mitmachen und buchstäblich „Mäuschen spielen“ könne. Sämtliche WorkshopleiterInnen haben dies nun möglich gemacht. Die Studierenden bekommen bei diesem Projekt also nicht nur Einblick in ein ausgewähltes Berufsfeld! Sie können sogar auf mehreren Fachgebieten neue Fähigkeiten erlernen und Kompetenzen in verschiedensten Bereichen entwickeln.

Ein großer Dank muss deshalb jetzt schon an alle Profis ausgesendet werden, die mit ihrem Enthusiasmus nicht nur Lust auf das Projekt, sondern auch auf zukünftige Berufsfelder gemacht haben! Diese Begeisterung war definitiv ansteckend!